21. Juli 2024

17. Juni 1953 – Ex-Tag der deutschen Einheit – Ein Kommentar

man munkelt,… meine Gedanken zum heutigen Tag – (Michael Just – Gründer von MunkeltMan)

Am 17. Juni 1953 ereignete sich in der DDR ein Volksaufstand, der in die Geschichte als ein bedeutender Moment des Widerstands gegen die kommunistische Diktatur einging. Tausende Menschen gingen auf die Straßen, um gegen die Unterdrückung, für bessere Lebensbedingungen und für politische Freiheit zu demonstrieren. Dieser Tag symbolisiert den ungebrochenen Willen der deutschen Bevölkerung nach Einigkeit, Recht und Freiheit.

Bildquelle: Wikipedia

Vergleicht man den 17. Juni mit dem 3. Oktober, fällt auf, dass beide Tage ihre eigene historische Bedeutung und Strahlkraft besitzen. Der 17. Juni repräsentiert den frühen Widerstand und den Mut der Menschen, die sich gegen die Repression des SED-Regimes auflehnten. Der 3. Oktober hingegen markiert den offiziellen Tag der deutschen Wiedervereinigung im Jahr 1990, wobei der wahre Kipppunkt dieser historischen Entwicklung der 9. November 1989 mit dem Fall der Berliner Mauer war.

Es ist wichtig, dass wir uns an beide Tage erinnern. Der 17. Juni und der 3. Oktober sollten als Symbole gegen die noch existierende Spaltung zwischen Ost und West dienen, selbst 35 Jahre nach der Wiedervereinigung. Diese Spaltung zeigt sich leider heute immer noch in wirtschaftlichen Disparitäten, unterschiedlichen Lebensverhältnissen und bis heute bestehenden Vorurteilen.

Es stellt sich die Frage, ob diese fortdauernde Spaltung nicht möglicherweise ein Resultat politischer Entscheidungen und vor allem jedoch Unterlassungen ist. Die Herausforderungen der Wiedervereinigung wurden nicht immer mit der notwendigen Entschlossenheit und Weitsicht angegangen und kamen eher einer feindlichen Übernahme oder Eingliederung gleich, als einer Zusammenführung der besten Merkmale beider System, sprich einer tatsächlichen Vereinigung. Die politische und gesellschaftliche Integration (heute muss im Übrigen alles und jeder integriert werden) hätte umfassender und nachhaltiger gestaltet werden müssen.

Die Tatsache, dass in den Jahrzehnten nach der Wiedervereinigung immer wieder gute Errungenschaften aus dem DDR-System in der Bundesrepublik als tolle „Neuerfindungen“ untergejubelt wurden, haben leider auch nur die Menschen aus dem „Übernahmegebiet“ gemerkt…aber dies zu vertiefen würde vermutlich ein Buch füllen, weil es die Frage aufwirft, ob nicht seit der „Wiedervereinigung“ hier in Wirklichkeit der Sozialismus durch die Hintertür Einzug nimmt…

Bildquelle: Wikipedia

Deshalb sollten wir uns 35 Jahre später nicht nur am 3. Oktober an die Wiedervereinigung erinnern, sondern auch am 17. Juni an den Mut und den Freiheitswillen der Menschen, die 1953 für ihre Rechte aufgestanden sind. Beide Tage sind Mahnmale und gleichzeitig Hoffnungssymbole. Sie erinnern uns daran, dass Einigkeit, Recht und Freiheit nicht nur historische Werte sind, sondern auch gegenwärtige Aufgaben, die weiterhin unser Handeln und Denken bestimmen sollten. Heute mehr, denn je…

Es ist an der Zeit, dass wir die Bedeutung des 17. Juni mehr in den Fokus rücken und ihn als wichtigen Teil unserer Geschichte und Identität anerkennen. So können wir auch ein klares Zeichen gegen die Spaltung setzen und für die Einheit eintreten, die unsere Nation so dringend braucht.

Einen schönen 17. Juni gewünscht…


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