19. Juni 2021

Villa Hinderer oder auch “Kriegsruine Beymestraße” in Berlin-Steglitz – Seit 30 Jahren im Dornröschenschlaf…

man munkelt, …dicke Bäume mitten in der Villa hat nicht jeder…

Unser Fotoreporter Stefan war wieder einmal unterwegs. Diesmal ist er mitten in Berlin auf die “Kriegsruine Beymestraße” gestoßen. Wenn Ihr Euch fragt, wie es zu dem heutigen Zustand kommen konnte, dann lest hinter der kleinen Bildergalerie einfach weiter…

Vor über 5 Jahren berichtete bereits der rbb über die Ruine. Seit dem scheint nunmehr weitere 5 Jahre eine zündende Idee gefehlt zu haben. Aber seht und lest selbst:

Quelle: Fotoreporter Stefan – im März 2021

Steglitz

Kriegsruine Beymestraße

Ein roter Backsteinbau, durch die leeren Fenster sieht man den Himmel. Efeu rankt an den Mauern wie bei einem verwunschenen Schloss. 

Von der Straße aus ist das Haus fast gar nicht zu sehen. Bäume und wild wuchernde Hecken versperren den Blick auf den imposanten roten Ziegelbau. Wer aber rechts einen Anwohnerweg entlanggeht, hat über einen Zaun hinweg freie Sicht auf die riesige Villa, die eher wie eine alte Burg aussieht.

Im Zweiten Weltkrieg fiel eine Bombe auf das Gebäude. Das Dach fehlt, die Fassade ist von Efeu überwuchert. Und in der Villa stehen mehrere Bäume, die jahrzehntelang gewachsen sind und mittlerweile oben aus dem Gebäude herausragen.

Hier lebte einst die Familie Hinderer. Der Familienvater, Professor August Hinderer, war Direktor des Evangelischen Presseverbands Deutschland. Die Zentrale des Verbands lag gleich gegenüber in der Beymestraße.

Durch den Bombenangriff wurde niemand getötet, die umfangreiche Bibliothek war aber zerstört und das Haus unbewohnbar.

Kein Geld für das Denkmal

Nach dem Krieg fehlte das Geld für den Wiederaufbau, bis in die 90er Jahre pflegte zumindest noch ein Sohn den riesigen Garten mit Obstbäumen.

(Ergänzung aus Wikipedia: In der Folge hatte sich der in Berlin lebende Sohn von August Hinderer, der Astronom Fritz Hinderer, um die Pflege des Gartens gekümmert. Im Jahr 1991 starb er auf dem Grundstück. Seitdem ist das Gelände sich selbst überlassen und von dichtem Gebüsch bewachsen. Aus der dachlosen Ruine ragen Bäume. https://de.wikipedia.org/wiki/Villa_Hinderer )

Doch seit bald 25 Jahren gleichen Haus und Grundstück einem Dornröschenschloss. Alles ist zugewachsen. Zwar steht das entkernte Gebäude unter Denkmalschutz, aber es ist schwer vorstellbar wie es einmal wieder saniert werden könnte.

Die heutige Besitzerin, eine Enkeltochter, weiß nicht, was sie machen soll. Einfach verkaufen? Es fehlt die zündende Idee, ein absehbares Ende ist nicht in Sicht.

Stand: 07.01.2016

Quelle: https://www.rbb888.de/themen/bauzombies-in-berlin0/steglitz-zehlendorf/kriegsruine-beymestrasse-.html>


Wir empfehlen an dieser Stelle wie immer, Euch Euer eigenes Bild zu machen.

Hinterfrage alles und denke selbst…

Euer MunkeltMan TEAM

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